inner banner

Kamerateam des Bayerischen Rundfunks erneut zu Gast

                                 

Erneut war das Kamerateam des Bayerischen Rundfunks (BR3) zu Gast auf unserem Golfplatz. Diesmal informierte es sich über die süße Ernte, welche die fleißigen Westerharter Honigbienen eingefahren haben. Das Team dreht über längere Zeit einen Beitrag für die ARD-Themenwoche „Artenvielfalt“, der im November ausgestrahlt werden soll. Wir berichteten. Wann, und in welchem Fernsehprogramm der Beitrag zu sehen ist, steht noch nicht fest.

 

Wie schon beim ersten Besuch, so schlug auch am zweiten Drehtag die Stunde der Doktoren. Dr. Hans-Martin Steiger, Vorsitzender des Memminger Imkervereins, glänzte mit seinem umfangreichen Fachwissen vor der Kamera, während Dr. Werner Eska, Mitglied der Arbeitsgruppe „Golf und Natur“, mit keckem Hütchen den fragenden Mimen gab. Als hätten die beiden es einstudiert, warfen sie sich Fragen und Antworten wie Pingpong-Bälle vor laufender Kamera zu und folgten geduldig den Anweisungen von Christoph Castor, dem Mann hinter der Kamera.

 

Nach den Dreharbeiten überreichten Clubmanager Christian Montén, Dr. Eska und Dr. Steiger dem Kamerateam zwei Gläser Honig. Diese waren mit einem Aufkleber versehen, auf dem das Logo des Clubs, eine Biene und das Wort Golfer-Honig aufgedruckt waren. Bis es Golfer-Honig der Marke „Westerhart“ im großen Stil auf dem Golfplatz zu kaufen gibt, dauert es wohl noch einige Jahre. Aber: „Der Anfang ist gemacht“, sagt Clubmanager Montén.

 

 

Die Stunde der Doktoren

 

BR-Kamerateam erneut auf unserem Golfplatz zu Gast

 

Westerhart. „Schmeckt vorzüglich, schmeckt nach mehr“, sagt Regisseurin Angela Graas-Castor, nachdem sie den ersten bernsteinfarbenen Honig der Marke „Golfer-Honig Westerhart“ vom Finger geschleckt hat. Erneut war das Kamerateam des Bayerischen Rundfunks (BR3) zu Gast auf unserem Golfplatz. Diesmal informierte es sich über die süße Ernte, welche die fleißigen Westerharter Honigbienen eingefahren haben. Das Team dreht über längere Zeit einen Beitrag für die ARD-Themenwoche „Artenvielfalt“, der im November ausgestrahlt werden soll. Wir berichteten.

 

Wie schon beim ersten Besuch, so schlug auch am zweiten Drehtag die Stunde der Doktoren.

Dr. Hans-Martin Steiger, Vorsitzender des Memminger Imkervereins, glänzte mit seinem umfangreichen Fachwissen vor der Kamera, während Dr. Werner Eska, Mitglied der Arbeitsgruppe „Golf und Natur“, den fragenden Mimen mit keckem Hütchen gab. Als hätten die beiden es einstudiert, warfen sie sich Fragen und Antworten wie Pingpong-Bälle vor laufender Kamera zu und folgten geduldig den Anweisungen von Christoph Castor, dem Mann hinter der Kamera: „Stopp! Ihr Hütchen ist zu weit in Ihr Gesicht gerutscht. Nochmal von vorn. Können Sie die Bienenwabe etwas höher halten? Ja, so ist´s gut. Jetzt haben wir die Szene im Kasten. Klasse.“ Doch: Denkste!

 

„So will ich das nicht, du musst die Kamera etwas tiefer halten, damit man die Bienenkästen besser sieht“, raunt die Regisseurin ihren Kamera- und Ehemann an, während sie genüsslich in einen dunkelroten Bioapfel beißt, den sie sich einige Meter weiter vom Baum „geangelt“ hat. Wie das beim Film nun mal so ist, es dauert, bis eine Szene richtig sitzt. Dr. Steiger und Dr. Eska spielen locker und fröhlich mit, schließlich sind sie die Stars des Vormittags. „Ich bin gespannt, was von uns im Fernsehbeitrag zu sehen ist“, unkt Dr. Eska auf dem Rückweg zum Clubhaus.

 

Dort angekommen, kommt der große Moment, auf den die Honigfreunde gefiebert hatten: Auf einem runden Tisch steht eine kleine silberne Tonne, in der der erste Honig des Golfclubs auf seinen großen Auftritt wartet. „Stopp! Stopp! So geht das nicht. Abbruch!“, ruft plötzlich eine bekannte Frauenstimme aus dem Hintergrund, als Laiendarsteller Dr. Eska den Hahn an der silbernen Tonne aufdrehen will, um das bernsteinfarbene Süße vor dem Auge der Kamera in vier Gläser umzufüllen. „Wir benötigen einige Golfer oder Golferinnen, damit das Bild voller wird“, verlangt die Regisseurin.

 

Ihr Wunsch wart den Beteiligten Befehl, doch waren just in diesem Moment keine Golfer am Clubhaus aufzutreiben. „Das gibt es doch nicht, wir sind doch auf einem Golfplatz, hier muss es doch Golfer geben“, rief die künstlerische Leiterin und zog alle Register, um einige Komparsen einzufangen. Schließlich kam sie mit zwei Männern zurück. „Sag ich doch, hier gibt´s Golfer. So, jetzt alles nochmal von vorn.“ Nachdem alle Beteiligten erneut ihre Positionen eingenommen hatten, ertönte der Ruf: „Kamera ab.“

 

Jetzt geht alles schnell: Der Mann mit dem Hütchen greift zum ersten Glas, dreht den Hahn an der Tonne nach links, der goldenen Honig fließt, der Kameramann kommt immer näher, um den im Sonnenlicht glänzenden Honigstrahl einzufangen. Viermal wird diese Szene gedreht, bis sie von der Chefin für gut befunden wird. Danach muss Mime Eska weitere Fragen beantworten. Während er vor der Kamera agiert, stehen Dr. Steiger und sein Imkerfreund Fritz Aldinger mit verschränkten Armen abseits und beobachten amüsiert die Szene. „Der macht das gut, den könnten wir in unserem Imkerverein gebrauchen“, sagt Dr. Steiger süffisant. „Der lässt sich keinen Honig um den Bart schmieren.“

 

Kamera aus. Alle Szenen im Kasten. Große Erleichterung.  Entspannt überreichen Clubmanager Christian Montén, Dr. Eska und Dr. Steiger dem Kamerateam einige Gläser Honig als Präsent. Diese sind mit einem Aufkleber versehen, auf dem das Logo des Clubs, eine Biene und das Wort Golfer-Honig zu sehen sind. Bis es Golfer-Honig der Marke „Westerhart“ im großen Stil auf dem Golfplatz zu kaufen gibt, dauert es wohl noch einige Jahre. Aber: „Der Anfang ist gemacht“, sagt Clubmanager Montén. Nach freundlichem Händeschütteln fährt das Kamerateam nochmals über den Golfplatz, um Aufnahmen mit einer Drohne zu machen.

 

Übrigens: Wann und in welchem Fernsehprogramm der Beitrag ausgestrahlt wird, teilen wir Ihnen demnächst per News-Letter mit.                           Jürgen Rasemann

 

 

 

Im Namen der Natur

 

Wildbienenprojekt des Golfclubs Memmingen Gut Westerhart wird von Fernsehteam begleitet

 

Westerhart. Wenn der Mann mit dem rötlichen Bart mit seinem weißen Netzkescher durch das Gras des Golfplatzes Memmingen Gut Westerhart streift, sieht er aus wie ein kleiner Junge, der Heuschrecken fangen möchte. Doch Stefan Hopfenmüller ist Biologe und Wildbienenspezialist an der Ulmer Universität. Im Rahmen des Projektes „Golf & Natur“, das vor 15 Jahren vom Deutschen Golfverband ins Leben gerufen wurde, fängt er wilde Bienen, bestimmt und katalogisiert sie. „Einige seltene Arten habe ich bereits entdeckt, aber ich bin mit meiner Arbeit auf dem Golfplatz Memmingen noch lange nicht fertig“, sagt der Experte.  Gleiches gilt für das Kamerateam des Bayerischen Rundfunks (BR3), das, angelockt durch Hopfenmüllers Arbeit, sich ebenfalls für das „Gewumsel“ auf dem Golfplatz interessiert.

 

Jüngst war es mit von der Partie, als Dr. Hans-Martin Steiger, Vorsitzender des Memminger Imkervereins mit seinem Imkerfreund, Fritz Aldinger, zwei Bienenkästen auf einer Streuobstwiese des Golfclubs aufstellten. Die Neuansiedlung war notwendig geworden, da dreiste Diebe vor Monaten eines von mehreren Bienenvölkern, die auf dem 18-Loch-Golfplatz heimisch waren, in einer Nacht und Nebelaktion gestohlen hatten. Das BR-Kamerateam wird bis Oktober noch mehrmals zu Gast in Westerhart sein. Es dreht einen Beitrag für die ARD-Themenwoche „Artenvielfalt“, der im November ausgestrahlt werden soll. Ob der Schleiereulennistkasten, die Insektenhotels und die anderen „Wohnungen“ für verschiedene Vogelarten, die auf dem weitläufigen Clubgelände aufgehängt wurden, im Beitrag gezeigt werden, bleibt abzuwarten.

 

Golf und Natur, wie passt das zusammen? „Sehr gut“, sagt Christian Montén, Manager des Golfclubs Memmingen Gut Westerhart. Das große Engagement der Golfclubs in Sachen Natur verdiene mehr Aufmerksamkeit, sagt Montén. „Schließlich arbeiten Naturschützer und Golfplatzbetreiber Hand in Hand und nutzen das große Potential, das Golfplätze für den Artenschutz bieten. Biodiversität auf Golfanlagen hat großes Potential.“ Wer sich davon überzeugen wolle, sei willkommen. „Anruf genügt“, sagt der Clubmanager.

 

Betrachtet man alte Fotos von Gut Westerhart, so sieht man, warum die Betreiber und Mitglieder des Golfclubs so stolz auf ihren Platz sind.  Wo einst Mais angebaut und Ackerbau betrieben wurde, kein Baum Schatten spendete, keine Blume stand, grünt und blüht es heute. Am Rande der 18 Spielbahnen ist ein reizvolles Mosaik aus Blumen, Büschen, Sträuchern, Magerwiesen und kleinen Wäldchen entstanden.

 

Bartnelken, Margariten, Lupinen¸ Glockenblumen, gelber Horn- und roter Klee, Stauden sowie Gräser bilden von Frühjahr bis Herbst ein buntes, artenreiches Blumenmeer. Da nur noch wenig gemäht wird, summt und schwirrt es mächtig.  Versteckt, irgendwo auf einer Magerwiese, hat sich Knabenkraut, eine Orchideenart, angesiedelt. „Fast alle Arten des Knabenkrauts stehen auf der Roten Liste und sind teilweise im Bestand stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht“, sagt Ehrenpräsident Hermann Kutter, der mit seiner Firma am Bau mehrerer Golfplätze im Allgäu beteiligt war.

 

Gesäumt wird diese Blütenpracht von unzähligen wertvollen, heimischen Landschaftsgehölzen wie Ahorn, Eichen, Linden, Ebereschen und Hainbuchen. Außerdem stehen zahlreiche Apfel-, Birnen- und Zwetschgenbäume auf dem knapp 75 Hektar großen Areal des Golfplatzes. Darunter auch Obstbäume, die es nur noch selten gibt. In einem Baum nistet ein Pärchen „Rotmilane. In den Teichen blühen Seerosen, ziehen Karpfen ihre Bahnen und abends laden Frösche zum Quak-Konzert ein.

 

„Ein wichtiges Element unserer Arbeit ist die Pflege von Biotopen und der Erhalt von Lebensräumen für Bienen und andere Nutztiere“, sagt Kutter „Die Befürchtung vieler damaliger Naturschützer, der Golfplatz Memmingen könnte eine ,grün angestrichene Betondecke‘ werden, hat sich nicht erfüllt“, sagt der Ehrenpräsident des Golfclubs. „Bei uns herrscht vielfältiges Leben. Wir schätzen und schützen die Natur, denn ohne sie macht ein Golfplatz keinen Sinn.“  

 

Übrigens: In Deutschland gibt es noch über 550 Wildbienenarten. Der Biologe mit dem roten Bart hat offensichtlich noch viel Arbeit vor sich.                                    

                                                                                                          Jürgen Rasemann

 

 

Gut zu wissen

 

Rund 40 Prozent eines Golfplatzes werden als Spielfläche benutzt, der Rest steht der Natur zur Verfügung. Viel Platz also für die über 550 Wildbienenarten, die es in Deutschland gibt. Anders als die Honigbienen leben die meisten Wildbienen nicht in größeren sozialen Einheiten, sondern als Einzelgänger. Sie werden deswegen auch als Solitär- oder Einsiedlerbienen bezeichnet.

 

Über 50 Prozent der deutschen Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten, 26 sind als „extrem selten“ eingestuft. Sieben Prozent der deutschen Wildbienenarten sind wahrscheinlich bereits ausgestorben. 

 

Die Rostrote Mauerbiene war das „Insekt des Jahres 2019“. Rund 40.000 Blüten besucht und bestäubt eine einzige Mauerbiene bei der Nahrungssuche für die Nachkommen.

 

Wildbienen heißen unter anderem Schneckenbiene, Sandbiene, Mörtelbiene oder Seidenbiene.

 

Bienen merken sich die Flugroute zwischen Stock oder Nest und Blütenfeld. Sie orientieren sich dabei an Bäumen, Bächen und anderen Landschaftsmerkmalen.

 

Warum sind Wildbienen bedroht? Das Problem der Wildbienen ist ihre große Abhängigkeit vom Nahrungs- und Nistplatzangebot sowie ihre sehr geringe Fortpflanzungsrate. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Landschaft in weiten Teilen Deutschlands sehr stark verändert.

 

Am 20. Mai 2021 ist wieder Weltbienentag.

Ein weiterer Schritt für "Golf & Natur"

Wir freuen uns riesig, Ihnen unsere neuesten "Mitglieder" vorstellen zu können.

Drei Bienenvölker sind Mitte des Jahres 2019 auf dem Golfplatz in die dafür vorbereiteten Bienenstöcke bei Bahn 11 eingezogen. Die Bienen werden dort auch überwintern.

Unser Naturschutzwart und Vorstand Dietmar Maier begrüßte unser ehemaliges Mitglied und Hobby-Imker Bernd Renz, der sich regelmäßig um die Völker kümmern wird.

Übrigens: Die Bienen werden dort auch überwintern und Herr Renz kümmert sich regelmäßig um die Völker. Die Bienen sind nicht aggressiv, solange man sie in Ruhe lässt. Ab 2020 können wir hoffentlich eigenen Honig vom Golfplatz genießen, wir freuen uns darauf.

 

Christian Montén

Clubmanager

 

Bunte Blütenpracht: Bienen fühlen sich auf Golfplatz wohl

Natur- und Vogelschützerinnen zu Gast im Golfclub Gut Westerhart – Expertinnen hellauf begeistert

Buxheim/Westerhart. Wenn Hermann Kutter mit einem kleinen Elektroauto über „seinen“ Golfplatz beim Buxheim fährt, gerät er ins Schwärmen. „Bereits 1993, als ich den Platz halbfertig übernommen habe, sagte ich, dass wir einmal in einem landschaftlich schönen Park Golf spielen werden“, erklärt der 84-jährige Erbauer und jetzige Ehrenpräsident des Golfclubs Memmingen – Gut Westerhart. Dass sein Traum im Laufe von 25 Jahren wahr geworden ist, davon überzeugten sich jüngst Brigitte Kraft vom Landesbund für Vogelschutz, Bezirksstelle Memmingen, und Katherina Grimm von der Unteren Naturschutzbehörde das Landratsamtes Unterallgäu. Die Expertinnen zeigten sich hellauf begeistert: „Wir haben nicht gedacht, dass ein Golfplatz derart naturnah gestaltet sein kann und eine solche Vielfalt an unterschiedlichen Lebensräumen hervorbringt.“

Wo einst Mais angebaut und Ackerbau betrieben wurde, kein Baum Schatten spendete, keine Blume wuchs, grünt und blüht es heute. Am Rande der 18 Spielbahnen des Golfclubs ist ein reizvolles Mosaik aus Blumen, Bäumen, Büschen, Sträuchern, Wiesen und kleinen Wäldchen entstanden. Bartnelken, Margariten, Lupinen¸ Glockenblumen, gelber Horn- und roter Klee, Stauden sowie Gräser bilden von Frühjahr bis Herbst ein buntes, artenreiches Blumenmeer.

Sogar Knabenkraut, eine Orchideenart, hat sich angesiedelt. „Fast alle Arten des Knabenkrauts stehen auf der Roten Liste und sind teilweise im Bestand stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht“, erklärt Katherina Grimm den Anwesenden. „Es wäre wünschenswert, dass die Fläche, auf dem das Knabenkraut steht, frühestens ab Juli, wenn die Samenbildung abgeschlossen ist, gemäht wird.“

Gesäumt wird diese Blütenpracht von zahlreichen wertvollen, heimischen Landschaftsgehölzen wie Ahorn, Eichen, Linden, Ebereschen und Hainbuchen. Außerdem stehen unzählige Apfel-, Birnen- und Zwetschgenbäume auf dem knapp 75 Hektar großen Areal. Darunter auch die Obstbäume die es nur noch selten gibt. In einem Baum nistet ein Pärchen „Rotmilane. In den Teichen blühen Seerosen, ziehen Karpfen ihre Bahnen, und abends laden Frösche zum Quak-Konzert ein.

Weil die bunten Blumen auf dem Platz vielen Bienen anlocken und ihnen Nektar spenden, wird ein Clubmitglied demnächst fünf zusätzliche Bienenvölker auf dem Areal ansiedeln. „Ein wichtiges Element unserer Arbeit ist die Pflege von Biotopen und die Erhaltung von Lebensräumen für Bienen und andere Nutztiere“, erklärt Kutter, der mit seiner Firma am Bau mehrerer Golfplätze im Allgäu beteiligt war. „Die Befürchtung vieler damaliger Naturschützer, der Golfplatz Memmingen könnte eine ,grün angestrichene Betondecke‘ werden, hat sich nicht erfüllt“, sagt Hermann Kutter, „bei uns herrscht Leben.“ Deshalb beteiligt sich Golfclub Memmingen – Gut Westerhart am Programm „Golf und Natur“ des Deutschen Golfverbandes.

Im Mittelpunkt dieses 20-jährigen Umweltprogramms steht der größtmögliche Schutz der Natur, die manchmal auch ihre Tücken hat: „Gar nicht lustig finden es die Golfer, wenn sie morgens von Füchsen und Dachsen durchwühlte Sandbunker vorfinden oder in einen großen Haufen Hinterlassenschaft treten. Aber auch das gehört dazu, schließlich ist ein Golfplatz kein Blumenkübel“, sagt der Ehrenpräsident und lacht.

„Leider heißt es auch heute immer noch: Golfplätze verschandeln die Natur, Artenreichtum gibt es dort nicht, weil zu viel Gift gespritzt wird“, erklärt Clubmanager Christian Montén den Expertinnen. „Diese Vorurteile halten sich so hartnäckig wie das Gerücht, dass alle Golfer karierte Hosen tragen und teure Autos fahren. Gegen diese Voreingenommenheit werden die Betreiber von Golfplätzen nie ankommen, erklärt der 47-Jährige.  Dabei seien viele Golfplätze „Leuchttürme“ in Sachen Natur- und Umweltschutz. „Weil sie vom Gesetzgeber als ,öffentliche Anlagen‘ gewertet werden, sind die Auflagen für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Dünger auf einem Golfplatz entsprechend hoch und streng reglementiert“, so Christian Montén. „Wer sich davon überzeugen will, sei jederzeit herzlich willkommen, sagt der Clubmanager.

Dieses Angebot nahm Brigitte Kraft an und versprach ihre Unterstützung. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir für unsere Mitglieder Führungen über den Golfplatz organisieren“, so die Expertin. Weiterhin will sie die Golfplatzbetreiber beim Aufstellen einer interaktiven Informationstafel zum Thema Vögel, Insekten, Bäume und Blumen unterstützen. Außerdem soll, zumindest auf einem Teil der Wiesenfläche, ein Balkenmäher zum Einsatz kommen, um herauszufinden ob dieser schonender arbeitet als ein Kreiselmäher. „Für diesen Test bringe ich die Helfer und den Mäher mit“, versprach die Frau vom Vogelschutzbund. Das anfallende Heu wird, wie all die Jahre, kostenlos an Landwirte abgegeben. „Wie wir immer wieder hören, schmeckt es den Kühen wirklich gut“, versichert Kutter.

Nachdem mit den Besucherinnen viel über Naturschutz und Platzpflege gefachsimpelt wurde, verwies der Clubmanager zwinkernden Auges darauf, dass in diesem Landschaftspark am Gut Westerhart auch gegolft wird. „Golf ist ein Sport in und mit der Natur, ohne sie können wir nicht spielen“, versichert Christian Montén.                                                  Jürgen Rasemann